Willkommen an Bord der Mangomia
Schön, dass ihr mit uns auf See seid! Unsere Mangomia wurde bereits ab Werft sehr gut ausgestattet. Da wir jedoch das Leben an Bord so angenehm wie zu Hause gestalten wollen, haben wir sie in vielen Bereichen zusätzlich verbessert und nachgerüstet und optimieren unser schwimmendes Zuhause laufend. Hier sind einige nützliche Informationen rund um das Leben an Bord und euren Aufenthalt bei uns:
Wasser
Unsere Frischwassertanks fassen 700 Liter – ausreichend für etwa 2 bis 4 Tage bei 4 Personen. In den meisten Häfen können wir Wasser problemlos nachfüllen. Zusätzlich sind wir mit einem Wassermacher ausgestattet, der 180 Liter pro Stunde aus Salzwasser produziert. So sind wir auch unabhängig von der Infrastruktur an Land. Für höchste Wasserqualität durchläuft Hafenwasser beim Tanken stets einen Aktivkohlefilter.
Bitte geht sparsam mit Wasser um, auch damit unsere Abwassertanks nicht unnötig schnell voll werden.
Warmwasser
Alle Duschen und Wasserhähne – in den Bädern wie in der Küche – verfügen über Warmwasser.
Abwasser
Schwarzwasser (Toilettenabwasser) wird in kleinen Tanks gesammelt und muss alle paar Tage entweder im Hafen abgepumpt oder – gemäss den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes – in ausreichender Entfernung zur Küste entsorgt werden.
Küche & Wäsche
Die Küche ist ausgestattet mit:
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Gaskochfeld
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Elektrobackofen mit Mikrowellenfunktion
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Geschirrspüler
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Kühl- und Gefrierschränken
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Gasgrill im Cockpit
Auch eine Waschmaschine mit Trocknerfunktion steht zur Verfügung.
Strom
Obwohl wir keinen Generator an Bord haben, verfügen wir dank einer grossen Lithium-Batteriebank, einem Dual-Integrel-System und Photovoltaik Panels über reichlich Strom. Ihr findet genügend Steckdosen und CH-Adapter in den Kabinen, Bädern und im Salon, um Laptop, Haarföhn oder andere Geräte zu betreiben. Auch die Klimaanlagen in Kabinen können über Nacht problemlos laufen.
Klimaanlage & Heizung
Jede Kabine und der Salon sind mit separaten Klimaanlagen ausgestattet. Zusätzlich sorgt eine Dieselheizung mit Warmluftauslässen in allen Räumen für wohlige Wärme – ideal für kühlere Nächte oder in der Nebensaison.
Toiletten
Jede Kabine verfügt über eine elektrische Toilette. Bitte beachtet:
Wegen akuter Verstopfungsgefahr gehört in die Toilette nur, was durch den Magen ging – also kein Toilettenpapier, Feuchttücher, Damenhygieneartikel oder ähnliches!
Dieses und anderes gehört in den bereitgestellten Beutel neben dem WC und wird vom Nutzer im nächsten Hafen selbständig entsorgt. Verstopfungen des Toilettensystems sind mühsam – vor allem für den Skipper 😉
Schuhe an Bord
Grundsätzlich sind wir an Bord barfuss unterwegs. Gelegentlich tragen auch wir Schuhe, zum Beispiel bei Hafenmanövern oder wenn es kühler ist. Wenn du Schuhe an Bord tragen möchtest, bring bitte ein separates, sauberes Paar mit, das ausschliesslich auf dem Schiff benutzt wird. Die Sohlen dürfen keine Schlieren hinterlassen, da diese auf der weissen, rauen Decksfläche kaum zu entfernen sind. Bitte nur mit gesunden Füssen an Bord kommen (kein Fusspilz).
Kleidung an Bord
Weisses Hemd mit Krawatte für die Herren, ein kleines Schwarzes für die Damen – nein, nur ein Scherz 😉
Bequeme Kleidung ist angesagt. Segler erkennt man in den Häfen sowieso meist an kurzen Hosen und einem alten T-Shirt... Spezielle Seglerbekleidung ist nicht nötig.
Abgesehen von Tropennächten kann es auf dem Wasser auch im Sommer abends kühl werden. Ein Windjäckchen oder etwas Ähnliches ist deshalb immer eine gute Idee. Kopfbedeckung und Sonnenbrille nicht vergessen.
Bordapotheke & Medizin
Eine gut ausgestattete Bordapotheke ist vorhanden.
Im Mittelmeer befinden wir uns meist in Küstennähe, sodass medizinische Hilfe im Notfall rasch erreichbar ist – sei es über Mobilfunk, Funk, Offshore via Starlink oder zur Alarmierung über eine EPIRB Notfunkbarke.
Mit Blick auf unsere geplante Atlantiküberquerung erweitern wir laufend die medizinische Ausstattung sowie unsere Kenntnisse und Notfallpläne.
Sicherheit
Sicherheit hat für uns oberste Priorität: Unsere Sicherheitsstandards entsprechen den Vorgaben des Schweizerischen Schifffahrtsamtes für Hochsee-Yachten, der ARC (Atlantic Rally for Cruisers) – und gehen sogar darüber hinaus. Offshore-Kommunikation ist durch Starlink jederzeit gewährleistet.
An Bord befinden sich unter anderem:
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automatische Rettungswesten mit integriertem Notfallsender (rescueMe MOB2) für alle an Bord
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eine selbstaufblasende und selbstaufrichtende Rettungsinsel für 8 Personen (Viking RescYou Pro)
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Eingeübte Notfallpläne für verschiedene Eventualitäten
Aktivitäten & Freizeit
Unser Beiboot, ein Highfield CL 360 FCT mit 30 PS Aussendborder, bringt uns auch bei Ankerliegeplätzen bequem in nahegelegene Orte – ideal für Landgänge, Einkäufe oder Ausflüge.
Mit seiner Grösse und Motorleistung eignet es sich auch für Wasserski und andere Aktivitäten.
An Bord findet ihr außerdem:
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Angelrute und Schleppköder
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Schwimmnudeln
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ein Stand-up Paddle
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zwei Mini-Klapp-E-Bikes
Gerne kannst du auch deine eigene Ausrüstung mitbringen.
Mitbringen
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Bitte Frotteetücher und Badetuch selbst mitbringen. Bettwäsche ist an Bord vorhanden.
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Duschmittel
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Am besten eignet sich eine Reisetasche, auch mit festem Boden. Bitte wenn möglich keine Koffer, da an Bord nur begrenzt Stauraum zur Verfügung steht.
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Sonnencreme
Bordetikette
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Flecken vermeiden: Kaffee, Tee, Rotwein und andere färbende Lebensmittel hinterlasse auf weissem Gelcoat dauerhafte Flecken. Bitte benutze daher immer einen Untersetzer und reinige Verschmutzungen sofort selbst.
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Wenn Getränke im Kühlschrank knapp werden, einfach selbst Nachschub aus der Vorratskammer holen 😉
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Ausschliesslich Sonnencreme und keinen Sonnenspray benutzen. Nach dem Eincremen bitte die Hände waschen. Eingecremt bitte niemals ohne Badetuch auf dem Boot liegen oder sitzen, da sich das Gelcoat durch Sonnencreme mit der Zeit gelblich verfärbt.
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Schäden melden: Es kann immer mal etwas kaputtgehen – das ist kein Problem. Bitte sag uns einfach Bescheid und melde auch Dinge, die dir bereits defekt auffallen. So können wir rechtzeitig reagieren, auch kleine Dinge können sicherheitsrelevant sein.
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Deck und Aufbauten: Die Solarpanels sind nicht begehbar und nicht tragfähig. Bitte auch nicht auf die Decksluken treten, da sie sonst schnell eintrüben.
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Gangway: Diese ist für maximal 1 Person ausgelegt. Darum darf sich nur 1 Person aufs Mal darauf befinden. Nicht wippen und nicht als Wassersprungbrett benutzen.
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Kabine: Bitte reinige am Ende deines Aufenthalts deine Kabine inklusive WC und Dusche selbst, Reinigungsutensilien befinden sich an Bord. Um die Bettwäsche kümmern wir uns.
Wetter
Bei garstigem Wetter bleiben wir, wenn es geht, lieber in einer geschützten Bucht vor Anker oder in einer gemütlichen Marina und geniessen die Zeit dort. Als Segler und Liveaboards kontrollieren wir regelmäßig – häufig mehrmals täglich – Wind-, Wellen- und Gewitterprognosen, den CAPE-Index, das Wetterradar sowie lokale Wetterphänomene, um Entwicklungen bestmöglich beurteilen zu können.
Seekrankheit – Vorbeugen & Lindern
Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb von 1–2 Tagen an die Bewegung des Schiffes.
Folgende Tipps helfen, Seekrankheit zu vermeiden oder zu lindern:
Vorbeugend:
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Ausgeruht und stressfrei in den Törn starten
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Alkohol bereits einige Tage vorher meiden
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Vitamin C einnehmen
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histaminreiche Lebensmittel vermeiden (z. B. Hartkäse, Wurst, Salami, Rotwein, Nüsse, Sojaprodukte, Essiggemüse)
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Medikamente rechtzeitig einnehmen (Wirkung ist individuell, ggf. vorher testen):
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Stugeron 25 mg
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Superpep-Kaugummis
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Scopoderm TTS-Pflaster
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Während der Reise:
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Auf den Horizont schauen
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An Deck bleiben – Frischluft hilft
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Zeit unter Deck, z.B. WC, so kurz wie möglich
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Aktiv sein, z.B. Ruder gehen
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Liegen (besser als Sitzen; Füße in Richtung Bug)
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Lesen, falls überhaupt, nur in Fahrtrichtung
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keine Kopfüber-Arbeiten
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warm bleiben
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viel trinken (Dehydrierung vermeiden)
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Sea-Bands (Akupressur) ausprobieren
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Kapseln mit Ingwerpulver
Geeignete Lebensmittel:
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Zwieback, ungesäuertes Brot, Suppen
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rohe Karotten, Bananen, frisches Gemüse (keine Zitrusfrüchte)
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stilles Wasser, Ingwertee, Kamillen- oder Pfefferminztee
Ungeeignete Speisen:
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fettreiche oder stark gewürzte Speisen
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Fleisch oder Fisch in großen Mengen
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kohlensäurehaltige oder säurehaltige Getränke (z. B. Cola, Kaffee)