Gangway
Kenntnisstand Dez 2025, Zeitpunkt der Installation
Auf unserem ersten Katamaran nutzten wir anfangs eine einfache Aluminiumplanke, die auf eine der beiden Rumpftreppen gesteckt wurde. Was zu Beginn gut funktionierte, entwickelte sich mit der Zeit zu einem Problem für unsere Dalmatinerhündin Mia (RIP). Ihr ängstliches Wesen sowie zunehmende gesundheitliche Einschränkungen, die Gangbild und Gleichgewicht beeinträchtigten, machten deutlich, dass wir eine bessere Lösung brauchten.
Wir entschieden uns daher für die Installation einer 3,20 m langen hydraulischen Gangway/Passerelle von Opacmare. Zusätzlich montierten wir auf beiden Seiten Netze, damit unsere Hündin nicht ins Hafenwasser fallen konnte und sich beim Überqueren sicher fühlte.
Rückblickend war dies eine der besten Anschaffungen auf unserem damaligen Boot – und zwar nicht nur wegen unserer Hündin. Dazu muss erwähnt werden, dass wir bis dahin ausschliesslich im Mittelmeer unterwegs waren und fast immer mit dem Heck zur Pier angelegt haben. Für diese Art des Anlegens ist eine hydraulische Gangway ein echter Mehrwert, insbesondere weil wir häufig in Marinas liegen.
Die Vorteile lagen klar auf der Hand:
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Erstens muss der Abstand zur Pier nicht mehr genau passen. Die Gangway wird einfach etwas weiter aus- oder eingefahren – erledigt. Danach steht dem Anlegerbier in der Hafenkneipe nichts mehr im Weg.
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Zweitens lassen sich mit einer hydraulischen Gangway deutlich grössere Distanzen überbrücken als mit einer manuellen Planke.
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Drittens ist eine solche Gangway an sich sehr sicher; mit dem vorhandenen seitlichen Handlauf sogar noch mehr – auch wenn man sich abends vielleicht ein Glas Rotwein zu viel gönnt 😉
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Und zu guter Letzt können wir und auch Gäste die Gangway per Smartphone/App bedienen. So kann die Gangway nach dem Verlassen des Boots bequem eingefahren und hochgestellt werden. Ratten und ungebetene Besucher bleiben an Land, und sollte man im Restaurant sitzend von einem Gewitter überrascht werden, kann man sicher sein, dass die Gangway ordentlich verstaut ist.​
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Damit stellte sich die Frage, welche Gangway wir auf unsere neue MANGOMIA installieren wollen. Unsere Wahl fiel auf die Besenzoni PI 358 Premium. Die Entscheidung basierte auf folgenden Überlegungen:
Unsere bisherige Gangway mit 3,20 m Länge reichte in den meisten Situationen aus. In manchen Häfen hätten wir uns jedoch etwas mehr Abstand zur Hafenmauer gewünscht. Deshalb entschieden wir uns für die nächstgrössere Variante mit 3,56 m Länge.
Die darauf folgende Grösse von 4,06 m erschien uns hingegen bereits zu lang. Zum einen muss die Gangway nahezu vollständig ausgefahren sein, damit sich der automatische Handlauf stabil aufstellt. Weshalb Längen über 4 m in Marinas mit Fingerstegen eher hinderlich sind.
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Die 3,56 m-Version besteht aus drei Segmenten und misst im vollständig eingefahrenen Zustand 1,52 m. Da sie auf der obersten Stufe der Hecktreppe montiert ist, ragt sie eingefahren etwa 1,35 m vertikal nach oben, was wir als gut akzeptabel empfinden.
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Die Gangway lässt sich nahezu vollständig vertikal hochstellen. Nach unten kann sie leicht ins Negative abgesenkt werden, sodass auch sehr tief liegende Schwimmstege problemlos erreicht werden können.
Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die strukturelle Belastung des Boots an den Montagepunkten. Bei 3,56 m Länge entsteht voll ausgefahren ein erheblicher Hebel, insbesondere wenn man mit rund 100 kg am äussersten Ende steht. Hinzu kommen auf See die Rollbewegungen, die auf die vertikal hochgestellte Gangway wirken. Aus diesem Grund mussten wir – wie bereits beim vorherigen Katamaran – die Unterseite der Montagepunkte strukturell verstärken.
Die Gangway wiegt 145 kg und ist für eine statische Last von 100 kg ausgelegt. Insgesamt ist dieser Besenzoni-Typ die leichteste dreisegmentige Gangway in der von uns gewünschten Länge, die wir finden konnten – der entscheidende Faktor für unsere Wahl.
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